Reiki und die drei Grade

 

Ich möchte diesen Teil so kurz wie möglich halten, da ich der Meinung bin, daß es im Internet schon so viel über Reiki nachzulesen gibt, dass ich mich hier nur wiederholen würde.

 

Was ist Reiki?

Zunächst einmal ist zu sagen, dass Reiki nichts Mystisches ist, denn Reiki ist die universale Lebensenergie, über die jedes Lebewesen verfügt. Um sie jedoch für sich und andere nutzen zu können, läßt man sich von einem Reiki-Lehrer einweihen - danach erst kann die Reiki-Energie fließen. Mit den Reiki Einweihungen erhält der Schüler sein 'Handwerkzeug' und sein ätherischer Körper wird auf eine höhere Schwingungsebene gehoben. Durch die Einweihungen werden seine Chakren (Energiezentren) geöffnet, damit die universale Lebensenergie durch uns fliessen kann.

Reiki wird nicht gegeben, sondern empfangen, d.h. der Körper des Schülers, des zu Behandelnden, des Menschen der sich selber mit Reiki behandelt saugt genau so viel Energie in sich auf, wie er zu dem Zeitpunkt einer Reiki-Sitzung benötigt.

 Beispiel 1 aus meiner Erfahrung: Ich hatte einen harten Arbeitstag mit viel kopflastiger Arbeit - geärgert habe ich mich auch noch kräftig und gönnte mir am Abend eine Selbstbehandlung. Ich habe bei meiner Kurzbehandlung alle sieben Chakren gleich lang behandelt, aber den stärksten Energiefluss habe im Bereich der Chakren gespürt, die in Kopfnähe angesiedelt sind - im Kronenchakra, im Stirnchakra und vor allem im Kehlchakra. Nach meiner Behandlung fühlte ich mich herrlich entspannt, hatte wieder einen freien Kopf, der Ärger war fort und war wieder aufgeräumt und ansprechbar.

Beispiel 2 aus meiner Erfahrung: Ich hatte mir den Nackenbereich bis hin zur rechten Oberarmkugel verdreht durch eine dumme Bewegung. Als ich meine abendliche Reiki-Sitzung abhielt, spürte ich die Reiki-Energie ganz gezielt in die schmerzende Schulter ziehen. Am nächsten Morgen war ich - oh Wunder - schmerzfrei. Ja, so geht das mit Reiki.Man muss sich nur die Zeit nehmen!

Und: Reiki ist überhaupt nicht anstrengend und man muss dazu auch nicht grossartig büffeln. Der Wissensdurst auf alles mögliche, was mit Reiki zu tun hat kommt von ganz alleine. Ich hatte zur meiner ersten Reiki-Einweihung ein Buch von unserem gemeinsamen Freund geschenkt bekommen und immer mal darin gelesen. Inzwischen habe ich acht oder neun Wälzer, die ich immer mal wieder zur Hand nehme, wenn's mich überkommt zu schmökern, denn es gibt immer wieder etwas neues zu erfahren oder nachzulesen.

Die Intensität der Reiki-Wirkung nimmt mit der Zeit und mit den Reiki Graden zu, d.h. je intensiver und häufiger man sich oder andere mit Reiki behandelt, desto intensiver spürt man die Energie fließen. Bei mir war es zumindest so.

 

Kurze Erläuterung zu den Chakren

Es gibt insgesamt sieben Hauptchakren, sogenannte Energiewirbel, die sich bildlich gesehen wie Räder in unserem Körper drehen.

Das 7. Chakra = Kronenchakra liegt einfach ausgedrückt auf dem Scheitel des Kopfes und ist zuständig für das reine Sein

Das 6. Chakra = Stirnchakra liegt in Höhe des Dritten Auges ungefähr  zwischen den Augenbrauen und ist zuständig für die Erkenntnis des Seins

Das 5. Chakra = Kehlchakra liegt in Höhe des Kehlkopfes - das war jetzt aber einfach zu erklären :o) und ist zuständig für unseren Ausdruck des Seins

Das 4. Chakra = Herzchakra liegt in Höhe des Herzens - auch nicht schwer zu finden ... und ist zuständig für die Hingabe zum Sein

Das 3. Chakra = Solarplexuschakra liegt ca. eine handbreit unter dem Herzchakra und ist zuständig für die Gestaltung des Seins

Das 2. Chakra = Sakralchakra liegt ungefähr dei Finger breit unter dem Bauchnabel und ist zuständig für die schöpferische Fortpflanzung des Seins

Das 1. Chakra = Wurzelchakra liegt im Bereich des Schambeins und ist zuständig für den körperlichen Willen zum Sein

Alle Chakren sind ständig in Bewegung, einige allerdings weniger als andere. Und darin besteht der Knackpunkt. Chakra-Arbeit mit Reiki bedeutet, dass wir unsere Chakren ausgleichen, d.h. den 'lahmeren' Chakren Energie zuführen und die unterschiedliche Aktivität der Chakren ausgleichen. wobei jedes Chakra alle anderen Chakren beeinflusst. Man muss dabei keine Sorge haben, dass man einem Chakra zu viel oder zu wenig Energie zuführt - Reiki regelt die optimale Energieverteilung  von ganz alleine - man kann also gar nichts falsch machen.

 

Meine Vorbereitungen zum ersten Reiki-Grad

Vor meinem ersten Reiki-Grad war ich ziemlich aufgeregt, weil ich überhaupt nicht wusste, was auf mich zukam und wie meine Reiki-Lehrerin so ist, denn ich hatte bislang nur mit ihr telefoniert. Die Instruktionen, die ich bekam machten mich ganz wuschig: ich sollte mir bitte etwas Helles anziehen und warme Socken mitbringen ????? Zu der zeit hatte ich viel dunkelblau und auch schwarz. Woher jetzt helle Klamotten nehmen... Ich kaufte mir ein helles Sweatshirt - meine ausgewaschenen Jeans mussten einfach als hell durchgehen. Das Geld für eine helle Hose hatte ich nicht auch noch.

Ich erinnere mich noch gut an dieses Wochenende. Ich stand sehr früh auf, um noch meine Lebensmittel für's Wochenende und die kommende Woche zu besorgen. Alles klappte wir am Schnürchen doch dann hatten im im Keller unseres Mietshauses einen Wasserrohrbruch und alle Mitbewohner (alles Rentner) stürzten sich auf mich, als ich mit meinen Einkaufstüten nach Hause kam. Warum muss ich immer mit Rat und Tat zur Seite stehen und warum gerade heute.... Also Hektik pur unter den Mietern und eigentlich sollte es doch ein ganz ruhiges und tolles Wochenende werden. So rief ich erst einmal die Feuerwehr an und füllte alle möglichen Gefäße in meiner Wohnung mit Wasser- ich wusste ja nicht was sich im Laufe des Tages ergeben würde und ich musste nun wirklich los. Um 11:00 Uhr sollte  ich bei meiner Reiki-Lehrerin sein und schätzte die Fahrzeit zu ihr auf ungefähr 45 Minuten - damit lag ich relativ gut. Dass es dort jedoch kaum Parkplätze gab, haute mich dann endgültig um. Ich dachte so bei mir: Ich krieg gleich 'nen Vogel, das mit dem Reiki-Seminar hat heute wohl keinen Zweck, so genervt wie ich bin.

Ich klingelte, wackelte in den 4. Stock hinauf, pustete wie ein Walross  und wurde von meiner sehr hell gekleideten Reiki-Lehrerin ganz herzlich begrüsst. Ihre Wohnung duftete herrlich nach Kräutern und sobald ich meine Jacke ausgezogen hatte war ich völlig ruhig. Wie kam das denn? Eben war ich noch völlig hibbelig und jetzt das - komisch! Sie erzählte mir, sie sei nach Feng-Shui eingerichtet und hätte extra für diesen ersten Reiki-1-Tag die Räume harmonisiert. Ach so - na klar - ich verstand nur Bahnhof.... Wir betraten ihr Reiki-Zimmer, wo ein Duftlämpchen stand (aha, daher also der gute Duft) und ein Zimmerbrunnen vor sich hin plätscherte (irgendwie gemütlich). Zum Tee gab's Honig und ein wenig dachte ich bei mir: wie gesund das alles hier ist..... Und dann ging's endlich los mit Reiki 1. Ich wurde einem zweiten Teilnehmer vorgestellt: Albert, von dem ich an den nächsten zwei Tagen viel über's Auspendeln und die Mondphasen erfuhr. Mondkalender und so... Albert ist leider inzwischen verstorben, was aber nicht an Reiki lag, sondern daran, dass er damals schon an die 80 Jahre alt war. Er war so ein lieber Mensch, aber so ist das Leben nun einmal: der eine geht, ein anderer kommt....

 

Der erste Reiki-Grad

Im Anschluss an das Seminar sollten für jeden Schüler 21 Tage der Reinigung erfolgen, d.h. unter anderem, dass man sich 21 Tage nach den Einweihungen täglich Zeit für Reiki nimmt und sich eine Ganzbehandlung gönnt, viel Wasser oder Kräutertees trinkt und ein wenig vorsichtig mit sich umgeht. Mehr Schlaf als üblich wäre in der Zeit auch schön und vor allem mit Kaffee, Alkohol und Zigaretten hauszuhalten. Man sollte sich auch mehr Zeit als üblich für sich nehmen zum Lesen, Nachdenken oder für Spaziergänge.

 

Ein kleiner Durchhänger

Durch meinen Beruf und ein bewegtes Privatleben rückte Reiki irgendwann in den Hintergrund, was ziemlich blöde von mir war - ich hätte man weitermachen sollten. Aber im Nachhinein ist man ja immer klüger.... Bei mir stellten sich irgenwann körperliche und seelische Beschwerden ein, da ich versuchte, alles unter einen Hut zu bringen und jedem gerecht zu werden: Mann, Familie, Beruf, Freunde, Haushalt u.s.w. und irgendwann war ich so hinüber, dass ich schon gar nicht mehr wusste, wo vorne und hinten war. Es war Zeit für einen Urlaub und dieses Mal war Indien dran - mit dem Rucksack versteht sich. Da habe ich wieder neuen Schwung für Reiki bekommen und nach unserer Heimkehr Reiki 2 und Reiki 3 gemacht. Und im Folgejahr den Reiki-Lehrer, da Reiki für mich, mein 'Seelenheil' und meine Gesundheit das Beste ist, was mir passieren konnte.